Lyrik aus dem Herzen Münsters
Claudia Gehricke – Moderne Haiku & Gedichte
Herzlich willkommen in meiner Welt der Worte
Achtsamkeit bedeutet für mich, den Augenblick nicht nur zu atmen, sondern ihn auch in Worte zu fassen. In meinen modernen Haikus fange ich die Stille und die kleinen Wunder des Alltags ein – pur, lebendig und tief verwurzelt im Herzen Münsters.
Lass dich von den flüchtigen Momenten berühren und entdecke, wie viel Weite in nur drei Zeilen stecken kann.
"Ich bin eine eifrige Leserin, lese aber eher selten Lyrik. Die modernen Haiku von Claudia Gehricke haben mir spontan sehr gefallen. Sie sind heiter, humorvoll, tiefsinnig und überraschend.”
Ein herzliches Dankeschön an meine Leserschaft. Toll, dass ihr euch die Zeit für eine Rezension auf Thalia und Amazon genommen habt! Jedes Feedback ist für mich als Autorin eine riesige Hilfe und weist anderen den Weg zu meinen Gedichten und Geschichten.
Übrigens – im BoD-Buchshop erhaltet ihr den Gedichtband portofrei für 5,90 €.
Von Herz zu Herz, Claudia Gehricke
Die modernen Haiku der Münsteraner Autorin Claudia Gehricke verbinden Achtsamkeit, Natur und Kunst zu einer eigenständigen poetischen Sprache. Sie führen an Sehnsuchtsorte, öffnen den Blick und lassen Alltägliches in neuem Licht erscheinen.
Mit ihrem Gedichtband „Moderne Haiku – Von Blatt zu Blatt“ (ISBN 978-3-695-10598-4, BoD, 2025) legt Claudia Gehricke ihr Debüt vor. Dieser Band bildet den Auftakt einer Reihe lyrischer Miniaturen, die die Essenz flüchtiger Momente einfangen. Geplant sind insgesamt vier Bände, die einen zusammenhängenden Zyklus bilden.
Vom Wort zur Bewegung: Wenn dich meine Texte ansprechen, lade ich dich ein, diese Ruhe auch auf der Matte zu erleben. In meinen Stunden verbinden wir Achtsamkeit mit körperlicher Praxis.
Lyrik aus Münster von Claudia Gehricke
Gedichte sind Steine
Es gibt viele,
sie fallen nicht auf.
Es gibt schwere,
sie bleiben liegen.
Kantige schneiden ins Fleisch,
glatte schmeicheln der Hand.
Nur wenige
lassen uns fliegen.
– Claudia Gehricke, Münster 2026
Vorschau: "Gedichte sind Steine" ist eine Vorschau auf meinen 2. Gedichtband "Von Stein zu Stein – Moderne Haiku & Gedichte", der voraussichtlich im Sommer 2026 erscheinen wird.
Entdecke auch mein aktuelles Werk: "Moderne Haiku – Von Blatt zu Blatt" (1. Band, erschienen Dezember 2025 bei BoD).

„Die Sprache ist die einzige Pflanze, die die Gewalt des Krieges besiegen kann.“
– Claudia Gehricke
Rückkehr der Worte
An diesem Ort
warten alle –
An diesem Ort
rennen alle –
ohne Plan,
ohne Ziel.
Menschen hasten,
Menschen schweigen,
sie irren umher.
Über ihnen hängt
lähmende Stille.
Wo früher Häuser standen,
liegen heute Scherben.
Licht bricht sich in Splittern,
Schatten huschen
hinter Mauern aus Erinnerung.
Aus einer Ecke
dringt heiseres Flüstern:
Es zittert kaum hörbar.
Sieh hin. Sieh genau hin.
Ein Gedanke
weckt die Stimme.
Worte graben sich
durch das Gestein,
dringen hervor –
tasten umher.
Ein Löwenzahn,
bohrt sich durch Asphalt,
findet das Licht.
Ich sehe.
Ich blühe.
© Claudia Gehricke, Münster 2026. Alle Rechte vorbehalten.
Hintergrund zum Gedicht „Rückkehr der Worte“
Dieses Gedicht wurzelt in einem Bild, das heute nur noch in meiner Erinnerung existiert. Während meiner Aufnahmeprüfung zum Designstudium fertigte ich eine Bleistiftskizze zum Thema Kroatienkrieg an.
Sie zeigte einen nackten, alten Mann inmitten von Trümmern. Er hielt dem Betrachter eine Zahnbürste entgegen. Ich suchte ein starkes Symbol für die verlorene Alltäglichkeit – zugleich ein Bild für die orientierungslose Selbstbehauptung im Angesicht von Chaos und Entwurzelung. Der alte Mann wirkte verletzlich wie ein Vogel, der aus dem Nest gefallen war. Aber er stand.
Seit meiner Aufnahmeprüfung hat sich der Verlust der Worte millionenfach in unzähligen Kriegen und bewaffneten Konflikten wiederholt. Die ewige Wiederkehr dieses Leids hat mich drei Jahrzehnte später zu diesem Gedicht bewogen. Rückkehr der Worte führt das Bewusstsein aus dem Ausharren, aus der Sprachlosigkeit, zurück in die Sprache. Ich bin davon überzeugt: Die Sprache ist die einzige Pflanze, die die Gewalt des Krieges besiegen kann.
Das Gedicht spürt dem fragilen Moment nach, in dem aus der unheimlichen Stille der Trümmer die erste, heisere Artikulation erwächst. Die gezackte Löwenzahnblüte wird zum Symbol eines erwachenden Bewusstseins, das nur eines will: in Frieden leben.
© Claudia Gehricke, Münster 2026. Alle Rechte vorbehalten.

